Mercedes 190er Freunde Deutschland e.V.

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Tuner


Wer hätte vor Erscheinen des „kleinen“ Mercedes 190 / 190E (W201) damit gerechnet welche Vielfalt und Fülle des Tuning dieser bieten würde.

Das Spektrum ist sensationell, egal ob Motortuning oder optische Veredlung, und reicht vom mittels Turbo aufgeblasenem Diesel (72 PS) bis zum 5.0 Liter V8 (300PS+), vom schlichten Rundscheinwerfereinsatz und kleinem Heckflügelchen bis zum Superbreitbau mit riesen Kotflügelverbreiterungen und 345er Walzen auf der Hinterachse. Auch gibt es Umbauten auf Basis des 190ers, auch diese sollen nicht verschwiegen werden.

Kommen wir nun aber zu den Tunern im einzelnen.

An erster Stelle steht nach dem Alphabet ABC-Tuning. Der Bonner „Veredlertrupp“  bietet eine große Umbaupalette. Für Einsteiger gibt es das Schmalprogramm mit Frontspoiler, Schweller und Heckschürze, auf Wunsch aber auch mit SEC-Haube sowie einer Heckklappe mit ausgeprägter Abrißkante, beides aus GFK. Weiter geht es mit einem freistehendem Heckflügel für die mutigeren bis zur ABC-Breitversion für die weniger zurückhaltenden Käufer. Abgerundet werden die Fahrzeuge durch ein weitreichendes Angebot der Innenraumveredelung wie z.B. exclusive Hifi-Geräte, Holzverkleidungen, Lederinterieur, sogar eine Bar ist im Bereich des Möglichen. ABC ist auch ein Spezialist für Cabrio-Umbauten, so auch für den 190er. Es sind verschiedene Variationen im Angebot: ein 2-Sitzer mit 2 Türen sowie ein 4-Sitzer mit 2 Türen oder 4 Türen. Auch kann gewählt werden ob das Dach manuell oder elektrohydraulisch betätigt werden soll, letzteres natürlich gegen Aufpreis. Die Karosseriekits kommen auch hier zum Einsatz.


Weiter geht es mit der Firma ACA. Diese ist unter anderem für die Firma König tätig, daher sieht diese Breitbauversion auch entsprechend ähnlich aus. Jedoch verbaut ACA ein komplettes Koni Fahrwerk und stellt den 190er vorne auf 10 Zoll (285/40) und hinten auf 13 Zoll (345/35) breite Felgen. Für entsprechende Leistung kann einen 8V Turbo mit 200PS oder nen 16V Turbo (300PS) gegen Aufpreis implantieren lassen.


Als nächstes ist die Firma Air Press zu erwähnen. Der Hersteller für verchromte Gestänge für Ausstellungsrampen traut sich nun auch in die Veredelung und verpaßt dem W201 ein dezentes Karosseriekit.


Der Vorreiter des Daimler-Benz-Tunings ist AMG. Der Hersteller bietet womöglich mit das umfangreichste Angebot für den „Baby-Benz“, auch wenn die Firma nichts von Umbauten a la Cabrio oder Turbo hält. Optisch beginnt AMG mit einer dezenten Schmalversion und arbeitet sich über verschiedene Variationen bezüglich SEC-Motorhaube und Heckspoiler bis zum doch zurückhaltenden Breitversion vor. Beim Motorhat AMG angefangen mit dem 2.0 Liter aus dem 190, welchem 145 PS (192 Nm bei  4500 U/min)  verliehen wurden. Weiter geht es bei der Hubraumerweiterung auf 2,3 Liter (160 PS, 215 Nm bei  4750 U/min), einem modifiziertem 2.3 16V (205 PS, 251 Nm bei 4500 U/min) bis hin zum Topmodell, dem 3,2 Liter Sechszylinder (245 PS, 324 Nm).  Auch in Sachen Interieur hält AMG einiges bereit, über Holzinterieur bis zur Ledervollausstattung.


Auch der Felgenhersteller BBS spielt mit wenn es um die Verschönerung des 190ers geht. Er bietet ein Aerodynamikset bestehend aus Frontspoiler im typischen Rillendesign, dezente Seitenschweller, eine Heckschürze sowie eine Spoilerlippe für die Gepäckraumhaube an. Zudem dürfen die bekannten ein- und dreiteiligen BBS-Gitterfelgen nicht fehlen.


Erheblich umfangreicher zeigt sich dagegen das Programm der Firma Brabus. Verändert wird das Aussehen des W201 durch mehrere Varianten an Spoilersets, auch für den 16V wird ein eigenständiger Heckspoiler bereit gehalten. Auch die bei den Tunern so beliebte Motorhaube im SEC-Design ist lieferbar. In Sachen Motortuning läßt sich Brabus nicht lange bitten und bietet ein weit gefächertes Angebot. Es reicht von der Leistungssteigerung des 2.0 (150 PS / 195 Nm bei 4700 U/min), dem 2.0 Turbo (180PS, 235 Nm bei 3450 U/min) über den Einbau eines V8 aus der S-Klasse mit Wahleise 231 PS bzw. 250 PS, einem getunten 3.5 Liter V6 mit 245 PS, einem 3.6 Leichtbau und 272 PS bis zu einem 3.6 Liter BiTurbo mit 360PS.


Car-Design Schacht aus München bietet neben einem bullig wirkendem Karosseriekit auch Holzverkleidungen und Sonderausstattungen für den Innenraum an. Auf Kundenwunsch sind auch Fahrwerksänderungen und Motortuning möglich. Aufsehen erregte die Firma mit einem Umbau zum 5.0 V8 Kompressor mit 300+ PS.


Das Tuning der Firma Carlsson aus Schweden zeigt eine besondere Tuningvariante auf. Der ehemalige Rallyefahrer  hat sich nämlich mit dem BMW-Tuner Andreas Hartge zusammengetan und ein Spoilerset entwickelt. Es ist sehr glattflächig und eher zurückhaltend welches besonders bei der „Breitversion“ auffällt. Alles in allem wirkt es aber elegant und dynamisch. Eine Motorhaube im SEC-Stil ist auch lieferbar. Carlssons Schwerpunkt hingegen liegt beim mechanischem Tuning, so wird ein durchzugsstarker 2.4 Liter Motor mit 180 PS (228 Nm bei 4000 U/min) angeboten, jedoch auch V8 Motoren umgebaut. Einsteigermodell ist ein 2.0 Liter Motor mit 148 PS (188 Nm bei 4600 U/min), die Spitze bildet ein getunter V8 mit 272PS (420 Nm bei 3100 U/min).


Die Firma Catori bietet eine Klappverdeck-Version als Cabrio des 190ers an.


Natürlich darf auch deutschlands größter Autozubehörhandel D&W bei der Veredelung des 190ers nicht fehlen, und so hat auch dieser Hersteller mehrere Karosseriekits herausgebracht. Weiterhin gibt es einen Kühlergrill mit breiten Querstegen aus GFK sowie Doppel-Rundscheinwerfer als Alternative zum SEC-Grill und eckige Scheinwerfer. Zudem bietet D&W auch eine eigene glattflächige Felge extra für das Mercedes-Programm an.


Wenn wir es genau betrachten, so darf auch Daimler-Benz in der Liste der Tuner nicht fehlen. Was den Tunern gut ist, kann Daimler-Benz nicht schaden, und so wurde der Optikbausatz des 16V entworfen. Dieser ist über die Händler für die gesamte „kleine“ Mercedes-Baureihe zu kaufen.


Der belgische Tuner Durchatelet bietet 2 „unaufdringliche“ Varianten für den kleinen Mercedes an, eine mit und eine ohne Radlaufverbreiterungen. Auch ein freistehender Heckflügel ist zu bekommen. Dezent, klassisch gibt Durchatelet sich im Innenraum. In bewährter Manier werden edle Materialien wie Holz, Velours und Leder ansprechend kombiniert.


Die niederbayrische Firma ES verpaßt dem 190er einen sehr bulligen Maßanzug. Ein mächtiger, freistehender Heckflügel und ausgeprägte Lippen an Frontspoiler und Heckschürze sehen doch eher nach Rennpiste aus.


Etwas ansprechender hingegen zeigt sich der Breitbau der Firma Floßmann. Der Bayer hat den „Baby-Benz“ durch ein Sportfahrwerk 40mm tiefer an den Boden gezogen und auf Felgen der Größe 9x15 mit 225/50 Bereifung abgerundet. Als Sonderzubehör ist selbstverständlich die SEC-Motorhaube erhältlich, jedoch auch elektrische Sportspiegel.


HF bietet ein Aerodynamikset für den W201 an welches durch seine Optik auffällt. Vom Frontspoiler über seitlich aufgesetzte Türblenden läuft ein Rillenband nach hinten durch und wird ergänzt durch eine Heckschürze sowie wahlweise einer Motorhaube im SEC-Stil.


Kamei hält sich als Massenhersteller hingegen dezent zurück und bietet nur seinen „X-1“ genannten Spoilersatz an.


Sehr gelungen ist der Breitbau der Firma Ledebur, welcher mit einem 5.0 V8 mit sage und schreibe 400 PS ausgestattet ist. Neben einem elektrisch verstellbarem Koni-Fahrwerk steht der „Baby-Benz“ vorne auf 11,5x15 (285/40) und hinten 13x15 (435/35). Erreicht wird diese enorme Leistung mittels Kompressor und Fujitsubo-Spezialauspuffanlage.


Die Firma Lonnemann (früher AFA) hat ebenfalls ein paar schöne Dinge im Angebot. So wurde noch unter dem Namen AFA ein 190 mit Doppelvergaser und 160 PS hergestellt. Nun bietet man einen Umbausatz des 2.0 auf 2.3 mit Sportnocke uvm. mit 180 PS an.


In Sachen Karosserieteileprogramm hat beim Tuning die Firma Lorinser ganz eindeutig die Nase mit vorne. Zwischen der Schmal- und der Breitversion gibt es zahlreiche Varianten die sich optisch allerdings ähneln. Eine Motorhaube im SEC-Look darf natürlich auch nicht fehlen, jedoch ist dieser etwa genauso breit wie der originale, deckt somit die Scheinwerfer nicht ab. Spezialität des Hauses ist allerdings die Veredelung der Gepäckraumhaube, hat Lorinser hier doch die Vorreiterstellung und dieses Stylingelement erst populär gemacht. Das Repertoir reicht von der schmalen Abrißkante bis hin zu zahlreichen mehr oder weniger hohe und mehr oder weniger breite Spoilern welche teils bis in den Kotflügelbereich hinab reichen. Auch für den Innenraum hat sich Lorinser zahlreiches ausgedacht: Holz, Leder, Hifi, Video, Bar und Telefon  sollen hier nur als Beispiel genannt sein. Lorinser bietet auf Wunsch auch mehrere Fahrwerksvarianten an, sowie ein Filtersystem zur Reinigung der Außenluft, ein sogenanntes Airclean-System, sollte man einmal im Stau stehen oder anderweitig hohen Schadstoffen ausgesetzt sein.


Die Firma Lotec des Rennfahrers Lotterschmid bietet ebenfalls eine schmale und eine aufwendige Breitbauversion des Mercedes 190 an. Wahlweise gibt es auch hier die SEC-Haube, oder aber, das ist neu, eine glattflächige, an die originale Haube erinnernde, Haube bei der der Lotec-Grill übergangslos integriert ist. Das Erscheinungsbild ist zwar weitgehend original, wirkt aber edler, glatter und moderner. Die Breitversion ist ursprünglich für die 16V-Variante des 190 gedacht wodurch die Radhausverbreiterungen auch nahtlos in die Schweller übergehen. So erlaubt es auch die Unterbringung von 9x16 Felgen mit 245/45 Bereifung und eine entsprechend sportliche Optik. In Sachen Motortuning macht auch Lotec wenig Kompromisse. Das Spectrum reicht beim Diesel vom 2.0 Turbo (90 PS) hin zum 2.5 Turbo (115 PS), beim Benziner vom Hubraumerweiterten 2.0 auf 2.3 (149 PS) über den 2.0 Turbo (180 PS) bis zu den Spitzenpferden 2.3-16 Turbo (300 PS, 380 Nm bei 4500 U/min) und 3.0 Sechszylinder Turbo (300 PS, 405 Nm bei 2800 U/min).


MAE aus der Sternstadt Stuttgart hat einen ganz eigenen Stil entwickelt. Als erstes nimmt man 225/45 VR 16 vorne auf 9x16 und 245/45 VR 16 auf 11x16 hinten, hierzu spezielle Fahrwerksteile und Stoßdämpfer damit man auf der Straße klebt ohne zu viel Komfort zu verlieren, und damit das auch alles paßt, muß man die Kotflügel verbreitern. MAE macht dies im eigenen Stil und somit gehen von der originalen Gürtellinie aus die Seitenteile relativ schräg und gleichmäßg bis zur Oberkante des Radlaufs nach außen. Hieran setzen dann noch kleine Radlaufabsätze an. Somit entsteht eine bauchige Optik, weit ab von den anderen Stylings des 190ers. Front und Heck sind zwar weiter nach außen gezogen, sehen aber ebenso wie die Seitenschweller sehr dezent und eher original aus. Abgerundet wird das Design durch eine unauffällige Motorhaube die flacher und breiter als die originale ist, allerdings im gleichen Stil, und den „Kleinen“ fast wie eine S-Klasse wirken läßt. Alles in allem ein sehr gelungenes Fahrzeug. Sehr auffällig und gewöhnungsbedürftig hingegen ist der Dachspoiler der von MAE im Lieferprogramm aufgenommen worden ist und oberhalb der Heckscheibe montiert wird.


Ebenfalls aus der Region Stuttgart stammt die Firma MTS. Zum Bausatz gehören auch hier Frontspoiler, Seitenschweller und Heckschürze, allerdings auch Radlaufverbreiterungen die aufgesetzt werden und ein flacher Heckspoiler. Wie bei fast allen anderen nimmt auch MTS Fahrwerksänderungen vor oder montiert neue Reifen und Felgen.


König Specials und Öttinger machen an sich nur Motortuning. Während Öttinger wie einige andere nur Hubraumerweiterungen vornimmt bläst König Specials mit Turboladern zum Kampf. Öttinger bietet einmal die Erweiterung von 2.0 auf 2.3 an (145 PS, 215 Nm bei 3500 U/min) und die Erweiterung von 2.3 auf 2.6 für den 16V (211 PS, 286 Nm bei 4300 U/min). König Specials hingegen holt aus einem 2.3 16V mittels Turboaufladung 260 PS heraus. Mit dem Erfolg des „kleinen“ Mercedes als Tuningobjekt wollte König Specials mit der Zeit allerdings nicht zurück stehen und hat ebenfalls eine Breitversion auf den Markt gebracht.


Die Firma P&H aus Oberhausen bietet uns nun 2 ganz besondere Prachtstücke. Zum einen wäre da die extrem Breitbauversion des 190ers mit 285/40 VR 15 vorne und 345/45 VR 15 hinten sowie ein Koni Fahrwerk das ihn um 50mm tiefer legt. Zum anderen (ich höre schon alle schreien) wäre da die Modifikation des 190E 2.5-16 Evolution II. 2 Meter breit, 285/40 R14 vorne und 345/35 R15 hinten. So stark wagt sich sonst niemand an das Prunkstück heran. Das Kit kann allerdings auch für alle anderen „Baby-Benze“ bestellt werden.


Über die Firma Schulz aus der Nähe von Mönchengladbach, der Vorreiter des Extrem-Tunings am 190er, gibt es wieder eine Menge zu berichten. Beim optischen Tuning geht es eher konventionell zu: tief, breit und auffällig. Es gibt verschiedene Varianten mit und ohne Radlaufvervreiterungen welche allerdings mit der Karosserie vernietet und verspachtelt werden müssen. Beim Motor hat Schulz von vorn herein auf „Herzverpflanzung“ gesetzt und sowohl die 6 als auch die 8 Zylinder aus der S-Klasse implantiert. Kleinste Ausbaustufe ist der 2.8 Sechszylinder mit 185 PS (240 Nm bei 4500 U/min) gefolgt vom V8 aus dem 380SE mit 204 PS (315 Nm bei 3250 U/min). Die Krönung bildet der 5.0 V8 mit 231 PS (405 Nm bei 3000 U/min). Am bekanntesten sind allerdings die Umbauten der Firma Schulz, besonders das Cabrio welches es auch mit den Karosseriekits zu kaufen gibt. Es ist ein vollwertiges 2+2-Sitzer Cabrio mit elektrohydraulischem Dach welches eingefahren von einer Abdeckung abgedeckt wird. Zudem sind alle Fenster voll versenkbar.  Weiterhin gibt es aber auch den Umbau zum 190 Coupe, eine 2-Türige Variante ohne B-Säule, sehr gelungen, konnte sich allerdings nicht durchsetzen, und den Umbau zum „City-Benz“, eine Kurzversion des 190ers welche im Prinzip die Form und Größe eines Golf besitzt. Hier wird das Heck mit Hilfe der Heckklappe und Leuchten des W124 T-Modells umgebaut.


Umbauten gibt es auch von der Firma Seitz aus Mannheim, bestehend aus Frontspoiler, Schweller, Heckschürze und man glaube es kaum, einem Abschlepphaken und neuen Wagenheber. Zudem werden noch eine SEC-Haube und ein Heckspoiler angeboten.


Kommen wir nun zur Firma SGS – Styling Garage aus Hamburg – Schenefeld. Auch diese Firma hat sich durch seinen Cabrio-Umbau hervorgetan, jedoch handelt es sich hierbei eher um ein Faltdach. Weiterhin auffällig ist das Umbau-Projekt „Cityfun“, handelt es sich hierbei um eine Art „Ur-Smart for four“ oder „Ur-Citroen C3 Pluriel“ auf Basis des W201. Je nachdem worauf man Lust hat fährt man ihn als 4-Sitzer Targa, 2-Sitzer Cabrio oder durch umklappen der Rückbank auch als Pick-Up. Durch den verkürzten Radstand und einer Länge von nur noch 3,86m ein praktischer kleiner City-Flitzer der sehr wendig ist. Aber auch bei der Styling Garage kann man fündig werden, möchte man einfach nur ein Karosseriekit, eine Fahrwerksänderung oder eine Aufwertung des Interieurs haben.


Auch ein Hersteller für Sonderfahrzeuge, besonders Rettungsfahrzeuge, möchte gerne bei der Veredelung des W201 mitmischen, die in Worms ansässige Firma SKV. Auch hier handelt es sich um einen Cabrio-Umbau, allerdings auch kein Voll-Cabrio. Wie bei Catori und SKV bleiben die Blechflanken erhalten, allerdings ist das Dach zweigeteilt. Ähnlich einem Targa kann das vordere Stück getrennt herausgenommen werden, dahinter befindet sich ein Stoffdach das heruntergelassen werden kann wie bei einem Cabrio. Allerdings läßt SKV herausklingen das weiterhin ein vollwertiger Himmel vorhanden ist und somit weniger Geräusche auftreten.


Das die Hersteller für Spoilersätze japanischer und deutscher Automobile auch nicht am „Baby-Benz“ vorbeigehen können beweist die Firma Vestatec und bringt ebenfalls zwei Varianten auf den Markt. Die eine ist konventionell und besteht aus Frontspoiler, Schwellerverkleidungen und Heckschürze, dazu eine Kühlerattrappe und einen freistehenden Heckspoiler. Die zweite Variante war schon früher auf dem Markt und ist durch ein auffälliges Rillendesign sehr markant. Es zieht sich vom Frontspoiler über  aufgesetzte Türblenden bis zur Heckschürze. Weiterhin enthalten sind Radlaufvervreiterungen und ein Heckspoiler.


Zender bietet gleich drei unterschiedliche Spoilersätze für den 190er an. Es beginnt zunächst mit der Schmalversion welche unter den originalen Stoßfängern montiert wird. Komplettiert wird dies durch dezente Seitenschweller und einem sehr auffälligem Heckspoiler der sich fast bis an die Dachkante zieht. Die Stufe 2 hingegen besteht aus Frontspoiler- und Heckschürzen- Stoßstangen und breite Schwellerverkleidungen die in geschwungene Radlaufverbreiterungen übergehen. Hierzu kann man auch sehr passende Zender Felgen erhalten. Sehr auffällig ist dann die Stufe 3, die Breitversion.  Sie macht einen sehr bulligen aber auch kraftvollen Eindruck. Auch im Innenraum wird dem Tuning bei Zender keine Grenzen gesetzt, der Kunde ist König. Das gleiche gilt für Motor- und Fahrwerksänderungen, von 6,5x15 bis 13x15 ist alles Möglich. Dies gilt auch für die Motoren: Vom 2.0 Turbodiesel (90 PS), dem 2,3 16V Turbo (300 PS) bis zum aufgemotzten 5.0 V8 (272 PS) ist einiges möglich.


Diese Auswahl Tuner ist für Perfektionisten nicht ganz vollständig, aber soll hier auf die Tuner welche schnell ein Karosseriekit aufgelegt oder mal eben nen Motor getuned haben und nach ein paar Monaten erfolglos aufgeben mußten nicht eingegangen werden.

Als Komplettfahrzeuge auf Basis des Mercedes 190 sollen aber auch noch zwei erwähnt werden, denn auch dies ist eine Form des Tuning. Es handelt sich jeweils um zweisitzige Sportwagen nach unterschiedlichem Konzept die mehr oder weniger die komplette 190er-Mechanik nutzen.


Der erste ist der Francorchamps von Apal, ein Frontmotor-Sportwagen mit einem massivem Kastenrahmen.  Es handelt sich um eine GFK-Karosserie mit Targa-Dach. Wahlweise kann der Apal mit dem serienmäßigen 190E-Motor (2.0, 122 PS) oder dem Motor aus dem 190E 2.3-16 (185 PS) geliefert werden.


Der zweite ist der Isdera Spider 033-16, ein reinrassiger Mittelmotor-Sportwagen mit extravagantem Zuschnitt. Auch er hat eine GFK-Karosserie und den Motor aus dem 190E 2.3-16 mit 185 PS. Der Isdera ist hingegen ein reines Schönwetterauto da er kein Dach besitzt.